Was genau fördert Hamburg?
Der Gegenstand des Programms sind steckerfertige Photovoltaik-Sets mit bis zu 800 Watt Wechselrichterleistung, die oft als Balkonkraftwerke bezeichnet werden. Gefördert werden neunzig Prozent der Anschaffungskosten, wobei die tatsächliche Ersparnis pro Set in der Praxis auf maximal fünfhundert Euro begrenzt ist. Die Förderung richtet sich an einkommensschwache Haushalte. Dazu zählen unter anderem Menschen, die Bürgergeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen, Wohngeldempfängerinnen und -empfänger, Haushalte mit Anspruch auf Kinderzuschlag, Studierende mit BAföG sowie Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Auch Haushalte unterhalb des Pfändungsfreibetrags können die Förderung nutzen. Erste Anlaufstelle für Antragstellung und Beratung ist die Caritas in Hamburg, insbesondere das Team des Stromspar-Checks. Dort werden Interessierte nicht nur beim Antrag unterstützt, sondern auch vor Ort beraten. Die Mitarbeitenden prüfen Balkone, klären technische Fragen und übernehmen bei Bedarf die Kommunikation mit Vermieterinnen und Vermietern.
Das Programm startet im Oktober 2025 und verfügt über ein Budget von rund 580.000 Euro. Die Laufzeit erstreckt sich bis zum 31. Juli 2027, solange Mittel verfügbar sind. Die offiziellen Informationen der Stadt betonen, dass die Caritas eine umfassende Begleitung anbietet, die über die reine Antragstellung hinausgeht.
Fördervoraussetzungen auf einen Blick
1) Persönliche/finanzielle Kriterien (Nachweise nötig):
Mindestens eine der oben genannten Leistungen beziehen oder unterhalb der maßgeblichen Einkommensgrenze/Pfändungsfreigrenze liegen. (Die konkrete Prüfung und Nachweise laufen über die Caritas.)
2) Technische Kriterien des Sets:
- Wechselrichter ≤ 800 VA,
- Gesamt-Modulleistung ≤ 2.000 W,
- steckerfertig (typisch: 1–2 Module + Mikrowechselrichter + Anschlussleitung).
3) Wohnsituation & Sicherheit:
- Bei Mietobjekten Vermieter:in informieren; nach Solarpaket I können Mini-PV-Anlagen nicht mehr ohne weiteres pauschal untersagt werden – trotzdem ist die Abstimmung empfohlen (und oft in der Hausordnung/WEG nötig).
- Zähler: Alte Ferraris-Zähler dürfen übergangsweise weiterlaufen; wenn sie rückwärts laufen, tauscht der (Messstellen-)Betreiber den Zähler.
4) Anmeldung/Registrierung:
Nur noch im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur, die separate Netzbetreiber-Meldung entfällt (Vereinfachung seit Solarpaket I).
Schritt-für-Schritt: So kommst du in Hamburg zur Förderung & ans eigene Balkonkraftwerk
Schritt 1: Anspruch checken
Prüfe, ob dein Haushalt zu den förderberechtigten Gruppen zählt (Bürgergeld, Sozialhilfe/Grundsicherung, Wohngeld, BAföG, Kinderzuschlag, AsylbLG oder Einkommen unter Pfändungsfreigrenze). Falls ja, bereitest du Nachweise (z. B. Leistungs-/Bewilligungsbescheid) vor.
Schritt 2: Caritas kontaktieren (ab Oktober 2025)
Die Caritas Hamburg ist die Anlaufstelle für Antragstellung und Beratung. Ein Team vereinbart einen Vor-Ort-Termin, sichtet den Balkon (Statik, Sonne, Befestigung), bespricht die technische Machbarkeit, unterstützt bei Vermieter:innen-Kommunikation und beim Antrag.
Schritt 3: Geeignetes Set auswählen (≤ 800 W Wechselrichter)
Gemeinsam mit der Beratung wählst du ein förderfähiges Set aus. In Hamburg werden steckerfertige Systeme mit bis 800 W Wechselrichterleistung und bis 2 kWp Modulleistung gefördert. Achte auf zertifizierte Mikrowechselrichter und solide Halterungen (Geländer, Fassade, Flachdach).
Schritt 4: Antrag + Nachweise einreichen
Die Caritas begleitet bei der Antragsabgabe. Je nach Fall werden Personen-/Leistungsnachweise benötigt; die Höhe des Zuschusses (90 % bis 500 €) richtet sich nach der Rechnung des ausgewählten Sets. (First-come-first-served, solange Budget vorhanden.)
Schritt 5: Zustimmung & Montage planen
- Mietende/WEG: Auch wenn die rechtliche Lage verbessert wurde, solltest du die Zustimmung einholen bzw. informieren; das beugt Konflikten vor (Optik, Geländer, Bohrungen) – hier hilft die Caritas.
- Standort: Südausrichtung ideal; Ost/West lohnt oft auch. Verschattung (Bäume, Nachbarbalkone) minimieren.
- Befestigung: Sturmsichere Montage ist Pflicht.
Schritt 6: Abholung oder kostenlose Lieferung – du hast die Wahl
Wenn alles passt, kannst du dein Balkonkraftwerk entweder direkt bei uns im Lager abholen oder dir bequem kostenlos nach Hause liefern lassen:
Adresse für Selbstabholung:
Helmsweg 16
21218 Seevetal (direkt südlich von Hamburg)
Deine Vorteile bei Selbstabholung:
- Schnell & unkompliziert: Abholung innerhalb von 1–2 Werktagen.
- Benachrichtigung: Du erhältst eine Info, sobald deine Ware abholbereit ist.
- Attraktive Rabatte bei Selbstabholung (nur für Balkonkraftwerke. Du sparst bei:
- 1 Modul = 50 €
- 2 Module = 75 €
- 3–4 Module = 100 €
So sparst du bei Abholung bares Geld und musst nicht auf Lieferungen warten. Die Nähe zu Hamburg macht es besonders praktisch für alle, die „einmal eben“ vorbeikommen wollen.
Deine Vorteile bei Lieferung:
- Kostenlos: Versand ist für dich komplett gratis.
- Komfortabel: Lieferung erfolgt direkt bis an deine Haustür.
So entscheidest du selbst, ob du lieber direkt bei uns vorbeischaust und sofort loslegst oder den bequemen Weg der kostenlosen Lieferung nutzt.
Schritt 7: Registrierung im Marktstammdatenregister
Dein Set wird online im MaStR registriert – das ist seit 2024 der einzige Pflichtschritt. Die Netzbetreiber-Meldung entfällt, der Netzbetreiber erhält die Info automatisch. Die Registrierung ist kostenlos und in wenigen Minuten erledigt.
Schritt 8: Inbetriebnahme & Zähler-Check
- Einstecken (nach Montage und Sicherheitscheck) und Eigenverbrauch starten.
- Falls dein alter Ferraris-Zähler rückwärts läuft, veranlasst der Messstellenbetreiber den Tausch. Das ist kein Ablehnungsgrund – eher ein organisatorischer Schritt.
Schritt 9: Strom sparen & Wirkung messen
Selbst kleine Anlagen decken Grundlasten (Kühlschrank, Router etc.). Gerade für Haushalte mit geringem Einkommen zählt jede Kilowattstunde – die Stadt betont explizit die Entlastung des Budgets und die soziale Teilhabe an der Energiewende.
Beratung & Unterstützung jenseits der Förderung
Hamburg verfügt neben der individuellen Beratung durch die Caritas über eine aktive Balkon-Solar-Community. Ein besonders sichtbarer Akteur ist der Verein SoliSolar Hamburg, der mit Informationsabenden, Sammelbestellungen und praktischen Aufbau-Schulungen den Einstieg erleichtert. Wer Tipps aus der Praxis benötigt oder Unterstützung am Montagetag sucht, findet dort ein hilfreiches Netzwerk.
Der rechtliche und technische Rahmen für Mini-Photovoltaikanlagen wurde durch das Solarpaket I (2024/2025) deutlich vereinfacht. Es betrifft unter anderem Leistungsgrenzen, Registrierungspflichten und die Rechte von Mieterinnen und Mietern. Für die Anmeldung ist inzwischen nur noch der Eintrag im Marktstammdatenregister (MaStR) erforderlich, der sich schnell online erledigen lässt. Technisch gelten weiterhin klare Grenzen: Der Wechselrichter darf höchstens 800 Watt leisten und die Modulleistung pro Entnahmestelle ist auf bis zu 2 Kilowattpeak (2 kWp) begrenzt. Eine Vergütung für die geringe Einspeisung ins Netz gibt es nicht, da der Schwerpunkt auf dem Eigenverbrauch liegt. Bestehende Zähler dürfen vorübergehend weiter genutzt werden; sollte es zu Rückläufen kommen, wird der Zähler vom Netzbetreiber ausgetauscht.
Ein Einstieg lohnt sich derzeit besonders. Die hohe Förderung für anspruchsberechtigte Haushalte, die neunzig Prozent der Anschaffungskosten bis zu einem Betrag von 500 Euro abdeckt, senkt die finanzielle Hürde deutlich. Gleichzeitig führen die vereinfachten rechtlichen Vorgaben dazu, dass kaum noch Bürokratie anfällt, da nur eine Anmeldung im MaStR erforderlich ist. Wer im Großraum Hamburg wohnt, kann ein Set zudem direkt vor Ort abholen und noch am selben Tag installieren. Die Stadt betont, dass Balkonkraftwerke Haushalte langfristig bei den Stromkosten entlasten können, was insbesondere für Menschen mit kleinem Budget von Bedeutung ist.
Häufige Fragen – kurz beantwortet
Wie viel spare ich realistisch?
Hamburg nennt als Ziel bis zu 500 € weniger Anschaffungskosten durch die Förderung; danach spart das Set jährlich laufende Stromkosten (abhängig von Ausrichtung und Verbrauchsprofil).
Ab wann kann ich mich melden?
Ab Oktober 2025 – dann nimmt die Caritas Anträge entgegen und vereinbart Vor-Ort-Termine. Medienberichte und die Stadt kommunizieren diesen Start einheitlich.
Gilt das nur für Mieter:innen?
Nein. Auch Eigentümer:innen mit geringem Einkommen bzw. Leistungsbezug können profitieren – wichtig ist die Einkommens-/Anspruchsprüfung und die technische Eignung des Standorts. (Die Caritas prüft und berät.)
Brauche ich eine Genehmigung?
Für Stecker-PV reicht i. d. R. die Anzeige/Information gegenüber Vermietenden/WEG; pauschale Verbote sind nach neuem Recht nicht mehr ohne Weiteres zulässig – Abstimmung bleibt sinnvoll.
Muss ich die Anlage beim Netzbetreiber anmelden?
Nein. Seit Solarpaket I genügt die Online-Registrierung im MaStR.
Welche Leistung ist erlaubt?
Bis 800 W am Wechselrichter, bis 2 kWp Modulleistung – das deckt typische 1–2-Modul-Sets vollständig ab.
Abholung in der Metropolregion Hamburg – sofort startklar
Du willst keine langen Lieferzeiten und direkt loslegen? Bestelle dein Balkonkraftwerk online und hole es bequem bei uns im Lager ab. Innerhalb von 1–2 Werktagen liegt deine Ware für dich bereit – wir informieren dich per Nachricht, sobald alles abholbereit ist.
Abhollager: Helmsweg 16, 21218 Seevetal (direkt südlich von Hamburg).